Archiv für den Monat: November 2008

777 Gedanken – oder: Er tut doch, was er will!

Von Johannes Wenderholm

Johannes Wenderholm

Johannes Wenderholm

Schon lange vor dem großen Fest zur 777 – Jahr – Feier, setzte die Gemeindevertreterversammlung einen Sonderausschuss ein, der die Planung dieses Großereignisses, das nun auch schon lange hinter uns liegt, koordinieren sollte. Er tagte erstmalig am im Mai 2006.
Proporzmäßig besetzt, sollte dieser Ausschuss Probleme im Vorfeld beraten und zur Beschlussfassung vorbereiten. Der Ausschuss tagte nichtöffentlich, gelegentlich wurden Fachleute hinzugezogen.
Anwesend war, wenn er am Ort war, auch immer Bürgermeister Weißkichel.

Das Besondere an dieser Ausschussarbeit war für mich, dass alle Mitglieder mit großem Einsatz mitarbeiteten, aber dass letztlich der Bürgermeister zu bestimmen suchte, was zu beschließen war. Natürlich war es hilfreich in ihm einen engagierten Streiter dabeizuhaben, der zudem über die Möglichkeiten der Verwaltung und deren tatkräftige MitarbeiterInnen verfügen konnte. Aber wenn der Ausschuss etwas beschloss, was dem BM nicht passte, — dann passierte —– nichts.
Ein Beispiel:
In der Oktobersitzung wurde festgestellt, dass die einzelnen Aufgaben delegiert werden sollten, um die Effektivität der Arbeit zu erhöhen. Mir wurde dabei das Ressort „Öffentlichkeitsarbeit“ zugeteilt.
Umgehend schrieb ich eine Information für die Bürger der Gemeinde, damit die sich auch auf das Fest einstellen konnten. Die bis dahin gefassten Beschlüsse waren aufgeführt und die Bürger wurden gebeten, sich auch slbst Gedanken über eine Mitwirkung zu machen. Dieses Schreiben ging an die Verwaltung mit der Bitte um Verbreitung. Es passierte wochenlang nichts.
Das lange Ausbleiben der Information wurde mit dem bedeutsamen Hinweis beantwortet: „Der Bürgermeister plant einen Bürgermeisterbrief.“ Als die Nachfragen von Bürgern sich häuften, was wann wo und wie wohl passieren würde und der BM-Brief auch nach Monaten ausblieb, entschlossen wir uns im Ausschuss eine Mitteilung als Beilage im „Markt“ zu veröffentlichen. ( Eigenständig! )
Dieses erfolgte im März 2007. Einige Zeit später kam dann endlich auch der lang erwartete BM-Brief.
Im Abschnitt, der sich mit dem Fest beschäftigte, hielt er sich immerhin sehr eng an meine Vorlage.

Der sog. Festausschuss hatte sich eine Fülle von Gedanken gemacht, aber – ich zitiere hier einen Gastredner auf der Jubiläumsfeier- „der Bürgermeister von Groß Grönau tut doch, was e r will.“
Genau so ist es!